Auf den Philippinen bahnt sich aufgrund der Covid-19 Pandemie eine Hungerkatastrophe an. Deswegen unterstützt y-nachten.de die Carmel Care Campaign, die hier Hilfe leistet: Doch dafür brauchen wir eure Unterstützung!

Im vergangenen Jahr publizierten wir den Beitrag Theology of Struggle – gegen geltendes Unrecht und erhielten damit Einblicke in die Arbeit der Kirche auf den Philippinen. Es sind Projekte und Menschen, die uns am Herzen liegen – und deswegen wenden wir uns heute an euch:

Wie immer trifft es die Ärmsten der Armen am härtesten. Die Covid-19 Pandemie hat auch die Philippinen und somit ein Land ohne flächendeckendes und gut strukturiertes Sozial- und Gesundheitssystem erreicht. Insbesondere die Lage in den Armenvierteln in der Hauptstadt Manila ist mehr als prekär. Dort kämpfen Menschen ums Überleben. Neben der Gesundheitskatastrophe bahnt sich hier bereits die nächste Katastrophe an: eine Hungerkatastrophe, die sich in den kommenden Wochen und Monaten noch verschlimmern wird.

Steigende Inflation durch Exportstopp: Vietnam und andere Zulieferländer unterbinden die Reisexporte auf die Philippinen, um die eigene Versorgung sicherzustellen. Das führt zu einem rasanten Anstieg der Preise auf den Philippinen, da das Warenangebot nun knapper, die Nachfrage aber immer größer wird.

Durch Lockdown kein Geld für Nahrungsmittel: Der Lockdown verbietet es den Menschen, die Häuser zu verlassen. Die meisten Bewohner*innen der Slums arbeiten als Tagelöhner*innen und leben von der Hand in den Mund. Ohne ihren Tageslohn haben sie absolut nichts mehr, von dem sie leben können.

Die Ängste, Sorgen und Problemen der Menschen vor Ort, die ohnehin unterhalb der Armutsgrenze leben müssen, sind übermächtig geworden.

Diese Kampagne will mehr als nur Spenden für einen wohltätigen Zweck sammeln. Es geht um Aufmerksamkeit für die Ärmsten der Armen, deren Leben am schmalen Grat zwischen Hungertod und staatlicher Gewalt angesiedelt ist. Wir können die Ungerechtigkeiten nicht von einem auf den anderen Tag stoppen, aber wir können ein Zeichen der Solidarität setzen und die Menschen darin unterstützen, dass sie die lebensnotwendigen Lebensmittel erhalten.

Wie kann ich helfen?

Das Hauptnahrungsmittel der Menschen auf den Philippinen ist Reis. Ein Kilo Reis kostet ca. 0,91€ (50 ₱= philippinische Pesos) und ernährt bei einem Tagesbedarf von einem halben Kilo einen Menschen zwei Tage lang.1 Eine achtköpfige Familie2 kann mit 25€ eine Woche lang mit Reis versorgt werden. Jeder Euro zählt!

Und weil jeder Euro zählt, bitten wir euch darum, das Projekt Mit Reis Leben retten mit eurer Spende zu unterstützen:

Konto lautend auf: Verein MUZU (Dorfstr. 8,4786 Brunnenthal, Österreich)

Kontonummer: IBAN AT11 3445 5000 0403 3965, BIC RZOOAT2L455

Zahlungsreferenz: „Mit Reis Leben retten“ + IHR GEBURTSDATUM (TT.MM.JJJJ)

Die Spendengelder kommen direkt dort an, wo sie gebraucht werden. Möglich machen dies die Zusammenarbeit mit dem Projekt Carmel Care der Karmeliten auf den Philippinen und die Kooperation mit dem Verein MUZU (Mut zum Teilen, Zukunft schenken)3, dessen Gründerteam seit 1979 globale caritative Projekte unterstützt und dafür 2015 den Trägerverein gegründet hat (Spendengütesiegel).4 Über den Verlauf des Projekts halten wir euch natürlich auf dem Laufenden!

Die Organisation vor Ort: Carmelcare Charity Campaign

Christopher Labrador, O. Carm., philippinischer Diakon und Karmelit, organisiert gemeinsam mit seiner Kongregation die Nahrungsmittelversorgung von mehr als 20.000 Menschen in der Carmelite Province of Blessed Titus Brandsma-Pilipinas. Vor Ort sorgt die neugegründete Organisation Philippine Carmelcare Charity Drive in Times of Covid 19 Pandemic für die Lebensmittelversorgung in acht karmelitischen Gemeinden5 sowie von weiteren elf Pfarreien und acht bedürftigen Gruppen.

Die Mönche kaufen zentral größere Mengen Grundnahrungsmittel, allem voran Reis, und packen diese vor Ort mit Freiwilligen ab, um sie sodann mit dem Trycicle oder zu Fuß an die vielen bedürftigen Familien zu verteilen. Jede Woche geben sie dafür ca. 1.000 € (55.163 ₱) aus. Um die Grundversorgung der genannten Gemeinden bis zum Ende des Jahres 2020 zu gewährleisten, benötigt Carmelcare 40.000 € (ca. 2.774.250 ₱).

Wir möchten helfen und die Not der Menschen in und um Manila zumindest ein bisschen lindern. Jeder Euro zählt – bitte helft uns mit eurer Spende!

Hashtag: #carmelcare


Anm. der Redaktion: y-nachten.de unterstützt das Projekt Mit Reis Leben retten!, trägt jedoch keine Verantwortung für die Organisation und Durchführung. Hinter dem Projekt stehen Katharina Mairinger (Universitätsassistentin (praedoc) der Universität Wien am Institut für Systematische Theologie und Ethik, Fachbereich Theologische Ethik), Magdalena Pittracher (Theologiestudentin in Innsbruck, studentische Mitarbeiterin am Institut für praktische Theologie) und unsere Redakteurin Annika Schmitz (Doktorandin an der Universität Wien am Institut für Systematische Theologie und Ethik und Stipendiatin des Cusanuswerks), die gemeinsam im vergangenen Jahr an der vierwöchigen Exkursion Sandiwaan und somit am Austauschprogramm zwischen der Universität Wien und dem ICTC in Quezon City/Manila teilgenommen haben.

(Beitragsbild: @Katharina Mairinger)

1 Reisverbrauch pro Kopf: https://de.statista.com/outlook/40060200/123/reis/philippinen#market-volumePerCapita (letzter Zugriff: 11.05.2020).

2 Die durchschnittliche Familiengröße bei armen Familien liegt bei 6 Kindern: https://www.gtai.de/gtai-de/trade/wirtschaftsumfeld/kaufkraft-und-konsum/philippinen/kaufkraft-und-konsum-philippinen-214196 (letzter Zugriff: 11.05.2020).

3 Vereinsseite: https://www.dioezese-linz.at/pfarre/4051/menschen/vereinmuzumutzumteilenzuk (letzter Zugriff: 11.05.2020); Informationen zum Spendengütesiegel: https://www.osgs.at/muzu-mut-zum-teilen-zukunft-schenken (letzter Zugriff: 11.05.2020).

4 Dank des Vereins ist die Spende in Österreich steuerlich absetzbar!

5 Sagrada Familia Parish, San Isidor Labrador Parish, San Vicente Ferrer Parish, St. Francis Parish, Triumph of the Cross Parish, Carmelite Spirituality Center – Ormoc, Sacred Heart of Jesus Parish, Holy Rosary Parish, Student Friars Community.

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