Was das Christentum an Weihnachten feiert, bietet viel Material zum Denken. Wie Weihnachten zu verstehen ist und was Kant und Fichte mit der Sache zu tun haben, erläuterte Oliver Wintzek in seiner diesjährigen Weihnachtsvorlesung.

Eine humorige Besinnung im Anblick der Krippe

Es begab sich zu jener Zeit, da kurz vor Heiligabend die Krippen in den Kirchen aufgestellt zu werden pflegen, dass ein Zeitgenosse – nennen wir ihn Kevin – schwer bepackt mit Tüten voll der obligatorischen Weihnachtsgeschenke inne hielt und sich eine Verschnaufpause gönnte. Kevin hatte sich nie mit seinem Modenamen anfreunden können, den ihm seine Eltern – beide längst mit andern Partner*innen liiert – zugedacht hatten, klang er doch nach einem bildungsfernen Milieu. Dessen ungeachtet war Kevin zwischenzeitlich beruflich gut situiert, da er eine zwar etwas langweilige, dafür aber krisenfeste Anstellung bei einer großen und renommierten Lebensversicherung sein Eigen nennen durfte. Auch sonst entsprach Kevin nicht dem Kevinklischee. Er verschmähte teure Markenklamotten – wissend, dass eigentlich nur die Lakai*innen die Wappen ihrer Herrschaften zur Schau stellen mussten –, war kein Facebook-Junkie, sondern hatte Freund*innen in der realen Welt, besaß sogar gedruckte Bücher und war kulturell vielseitig interessiert, so dass er nie sofort über das Wetter reden musste[…]

Den gesamten Text gibt es hier.


(Beitragsbild von @thkelley)

pd dr. oliver wintzek

pd dr. oliver wintzek

studierte Katholische Theologie in Freiburg, Jerusalem und Rom. Er ist Privatdozent für Fundamentaltheologie in Freiburg und Lehrstuhlvertretung für Dogmatik in Bonn. Er ist außerdem Priester der Erzdiözese Freiburg und als solcher Kooperator in Mannheim.

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