Sommerloch, Ahoi! Das dachten sich wohl auch die Mitarbeitenden von katholisch.de, als sie erst gestern einen Artikel über theologische Online-Föllitongs (wie diesen hier) publizierten. Spaß beiseite: Der wunderbare Beitrag von Felix Neumann führt uns vor Augen, wie froh wir über die Lichtseiten dieses „Internets“ sein dürfen. Jede*r kann was schreiben, jede*r kann was lesen, niemand muss das eine oder andere. Bei allen Schattenseiten, die das zweifelsohne hat, ist es doch beachtlich, was online an theologischer Qualität zum Vorschein kommt — zumindest bei feinschwarz.net und Dei Verbum. Über uns selbst verlieren wir mal kein Wort. Wobei …

Na gut, vielleicht doch ein paar Worte. Dank des Semesterendes, der damit verbundenen abzulegenden oder abzunehmenden Prüfungen und der viel zu lange aufgeschobenen zu schreibenden oder zu korrigierenden Texte dünnt die Autor*innenliste derzeit sowieso etwas aus. Warum angesichts dieser Gelegenheit nicht mal sich selbst feiern oder „Nabelschau betreiben“, wie geneigte Theolog*innen in den ewig wiederkehrenden Auferweckungsversuchen auf dem Friedhof der außerkirchlich längst verstorbenen Redewendungen zu sagen pflegen? Und einen Bauchnabel haben ja außer Adam und Eva alle Menschen. Brüller.

Die nackten Fakten

Uns gibts seit knapp sieben Monaten. Wir sitzen und sprechen. Seit dem 25. Dezember des letzten Jahres erscheint mindestens jeden Montag ein neuer Text. In diesem Zeitraum haben 17 verschiedene Menschen 30 verschiedene Artikel in 1 verschiedenen Sprache geschrieben — letzteres unter Nichtbeachtung der zahlreichen Anglizismen (#hip) oder Kurzausdrücke und Umschriften aus anderen Sprachen wie Latein, Hebräisch, Griechisch, Französisch und was man halt sonst so fließend spricht (#bildungsbürgerlich). Unfassbar viele Menschen aus verschiedenen Ländern haben das Zeug dann auch noch gelesen, gesharet, getweetet, kommentiert und sich gefreut oder, etwa im Falle von kath.net, halt auch nicht.

Alleine von den nackten Zahlen sind wir — wie viele Menschen von nackten Dingen — ziemlich überwältigt. Daher ein sehr ernst gemeinter Dank an die umwerfenden vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Autor*innen!

Was wir lieben

In erster Linie das blanke Potenzial, das da draußen in der großen, weiten (digitalen) Welt schlummert — es möge immer mehr erwachen und sich in jungen und hippen Artikeln manifestieren. Wir finden das Spektrum, das hier bisher unter der y-nachten-Flagge zu segeln bereit war, beeindruckend: Es findet sich nicht nur für Kirchliches, Pastorales und Theologisches geballte Kompetenz, sondern auch für Musik, Literatur und Popkultur. Und dann haben auch noch so viele Menschen so einen nicen Style vong Schreiben her. Im besagten katholisch.de-Artikel hieß es über uns: „freche Thesen, lockere Sprache, überraschende Zugänge“. Wir wollen mehr davon!

An dieser Stelle hatten wir kurz überlegt, Euch entweder die meist gelesenen Artikel oder die Lieblingsartikel der Redaktion nochmals zu nennen. Aber das war zu schwierig: 30 von 30 Artikeln schafften es in die engere Auswahl. Mit derlei Luxusproblemen müssen wir wohl umzugehen lernen; in diesem Fall, indem wir etwas randomly die Top 5 der Texte verlinken, die am häufigsten den Buchstaben „y“ enthalten:

  1. Platz: Ein Gott der Sprache von Annika.
  2. Platz: Abschied von Wolke 7 von Jonatan.
  3. Platz: Whynachten von Franca.
  4. Platz: Von der unbändigen Sehnsucht nach Leben von Fabian und Das Kreuz mit der AfD von Jonatan.
  5. Platz: So help me God von Florian.

Was wir auch lieben, jedoch noch mehr liebten, wenn es anders wäre

Ein kurzer Abschnitt: Wir wollen mehr von Euch — Eure Zeit, Euer Hirn, Euren Witz, Eure Texte. Zu jeder guten Nabelschau gehört auch auch ein Selbstzitat, das wir hiermit liefern:

Alle Beiträge, die sich in essayistischer Form mit Fragen aus Theologie, Kirche und Gesellschaft beschäftigen, sind gerne gesehen. Kramt alte Essays und Vorträge aus euren Schubladen oder Hinterköpfen und schickt sie uns. Schreibt ganz neue Dinge und schickt sie uns. Jongliert mit Ideen und Sprache. Habt Spaß. Sprengt Grenzen. Lasst die Sau raus. Do epic stuff.

Wie es weitergeht

Es wird immer hipper. Das steht zumindest im offiziellen Zielvereinbarungsprotokoll, das die Redaktion eines Abends beim Bier mit einem Bleistift unleserlich auf einer Serviette hinterlassen hat, um diese in ihren nicht vorhandenen Redaktionsräumen an die Wand zu kleistern. Ins Herz gekleistert ist uns der Satz jedenfalls. Und so werden wir uns darum bemühen, Euch wieder und wieder neue Ideen in Euer Endgerät zu zaubern. Über den Sommer klappt das vielleicht nicht jede Woche. Prüfungen, Urlaub, Hitze, Tralala. Wir bitten um Nachsehen. Aber wir tun natürlich unser Bestes. Und wer mosern will, wird als Autor*in zwangsverpflichtet.

In diesem Sinne: Die Redaktion freut sich weiterhin auf erquickliche Zusammenarbeit!

Küsschen aufs Nüsschen
Franca und Florian

Hashtag der Woche: #nabelschauder


Hier gehts zur kurzen Selbstvorstellung der Redaktion.

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